Systemische Therapie und Beratung
Menschen leben nicht losgelöst von ihrer Umwelt. Unsere Erfahrungen, Beziehungen und Möglichkeiten werden durch gesellschaftliche Strukturen ebenso geprägt wie durch persönliche Lebensgeschichten. Diskriminierung, Ausgrenzung und ungleiche Machtverhältnisse können psychische Belastungen verstärken und Einfluss darauf haben, wie wir uns selbst und die Welt erleben.Eine intersektionale Perspektive bedeutet für mich, diese Zusammenhänge mitzudenken. Menschen machen unterschiedliche Erfahrungen – abhängig von Geschlecht, Geschlechtsidentität, sexueller Orientierung, Herkunft, Hautfarbe, Behinderung, sozialer Position, Religion, Alter oder weiteren Aspekten ihrer Identität. Diese Erfahrungen überschneiden sich und wirken oft gleichzeitig. In meiner Arbeit geht es darum, Raum für diese Komplexität zu schaffen, ohne Menschen auf einzelne Merkmale zu reduzieren.Als systemische*r Therapeut*in und Berater*in verstehe ich psychische Belastungen nicht ausschließlich als individuelles Problem. Sie entstehen und verändern sich im Zusammenspiel von Beziehungen, Lebensbedingungen und gesellschaftlichen Kontexten. Deshalb interessiert mich nicht nur die Frage: „Was belastet Sie?“, sondern auch: „Welche Bedingungen tragen dazu bei?“ und „Welche Ressourcen, Beziehungen und Handlungsspielräume können gestärkt werden?“Ich möchte einen geschützten Raum schaffen, in dem Sie sich mit Ihren Erfahrungen willkommen fühlen – unabhängig davon, wie Sie leben, wen Sie lieben, welche Sprache Sie sprechen oder welche Geschichte Sie mitbringen. Besonders Menschen, die Diskriminierung oder Marginalisierung erleben oder erlebt haben, sollen sich gesehen und ernst genommen fühlen. Dabei verstehe ich Therapie nicht als Ort, an dem gesellschaftliche Ungleichheiten ausgeblendet werden, sondern als einen Raum, in dem persönliche Erfahrungen und strukturelle Bedingungen gemeinsam betrachtet werden können.Veränderung entsteht aus neuen Perspektiven, tragfähigen Beziehungen und dem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Gemeinsam entwickeln wir Wege, die zu Ihrer Lebensrealität passen und Ihre individuellen Werte und Ziele berücksichtigen.Meine Haltungsystemisch und ressourcenorientiert, intersektional und machtkritischdiskriminierungssensibel, queer-, trans*- und non-binär-affirmativ, rassismuskritisch, traumasensibel, wertschätzend, transparent und auf Augenhöhe. Ich begegne Ihnen mit Offenheit, Respekt und der Überzeugung, dass du Expert*in für dein eigenes Leben bist. Meine Aufgabe sehe ich darin, dich dabei zu begleiten, neue Perspektiven zu entwickeln, Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und einen Weg zu finden, der sich für dich stimmig anfühlt.
Paar- und Beziehungstherapie und Beratung
Jede Beziehung ist einzigartig – ebenso wie die Menschen, die sie gestalten. In der queeren Paartherapie biete ich einen offenen, wertschätzenden und diskriminierungssensiblen Raum für Paare aller sexuellen Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und Beziehungsformen.Gemeinsam betrachten wir die individuellen Herausforderungen Ihrer Beziehung, fördern eine konstruktive Kommunikation und entwickeln neue Perspektiven im Umgang mit Konflikten, Veränderungen und Belastungen. Dabei werden sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Erfahrungen berücksichtigt, die das Erleben und die Beziehung beeinflussen können.Ziel der Therapie ist es, gegenseitiges Verständnis zu vertiefen, vorhandene Ressourcen zu stärken und Wege zu einer erfüllenden, authentischen und tragfähigen Partnerschaft zu entwickeln.
Traumatherapie
Traumatische Erfahrungen wirken sich auf Menschen unterschiedlich aus. Sie entstehen nicht im luftleeren Raum, sondern stehen häufig im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Diskriminierung und struktureller Ungleichheit. Deshalb verstehe ich Traumafachberatung intersektional: Ich berücksichtige die vielfältigen Lebensrealitäten, Identitäten und Erfahrungen meiner Klient*innen.In der Beratung biete ich einen geschützten Raum, in dem Belastungen ernst genommen werden und individuelle Bewältigungsstrategien entwickelt werden können. Gemeinsam arbeiten wir daran, Stabilität zu fördern, Ressourcen zu stärken und neue Handlungsspielräume zu eröffnen – immer im Tempo der ratsuchenden Person.Mein Ansatz orientiert sich an den Grundprinzipien der traumasensiblen Arbeit: Sicherheit, Transparenz, Selbstbestimmung und Empowerment. Dabei beziehe ich die Wechselwirkungen von Faktoren wie Geschlecht, Herkunft, Rassismus, Behinderung, Neurodivergenz, sozialer Herkunft, sexueller Orientierung oder Flucht- und Migrationserfahrungen mit ein. Diese Perspektive ermöglicht einen differenzierten Blick auf Belastungen und vermeidet eine Individualisierung von Erfahrungen, die auch gesellschaftlich geprägt sind.Die Beratung richtet sich an Menschen, diebelastende oder traumatische Erfahrungen gemacht haben,sich nach mehr Stabilität und Orientierung sehnen,die Auswirkungen von Diskriminierung oder Gewalt verarbeiten möchten,ihre eigenen Ressourcen stärken und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln möchten,eine traumasensible und diskriminierungskritische Begleitung suchen.Ich begegne jedem Menschen mit Wertschätzung, Offenheit und einer diskriminierungssensiblen Haltung. Ziel meiner Arbeit ist es, Menschen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken und sie auf ihrem individuellen Weg zu begleiten – ohne zu bewerten und mit Respekt für ihre Lebensgeschichte und ihre Perspektiven.
